Als mich das Team der Fachzeitschrift „Arbeitsschutz - aber sicher“ fragte, ob ich sie einen Tag auf der A+A in Düsseldorf begleiten wolle, habe ich spontan zugesagt. Seit 2001 im Bausektor unterwegs, bot sich mir so erstmals die Gelegenheit, Hersteller kennenzulernen, deren Fokus auf der Arbeitssicherheit liegt. Ich erlebte einen hoch interessanten Tag mit spannenden Menschen und innovativen Produkten. Meine Eindrücke habe ich in einigen "Besuchsberichten" zusammengefasst. WICHTIG: Meine Auslagen hat der SZwei Verlag getragen, der auch die Besuchstermine vereinbart hat. Ich habe von keinem Hersteller Sach- oder Geldzuwendungen bekommen, damit ich über ihn berichte. Auf meinen Beitrag wurde von keiner Seite aus Einfluss genommen. Und jetzt geht es los mit Kapriol.

 

Mein Messerundgang beginnt bei Kapriol. Kapriol wurde 1927 in Norditalien gegründet und hat seine Wurzeln, geografisch bedingt durch die Wasserkraft vor Ort, in der Herstellung von Werkzeugen. Heute umfasst das Sortiment 4000 Produkte. Mittlerweile führt die 5. Generation das Familienunternehmen, das in 65 Ländern vertreten ist. Seit 2016 befindet sich der deutsche Sitz in Bad Berleburg. Verantwortlich für den Vertrieb in Deutschland ist Andreas Kolli. Er nahm sich freundlicherweise die Zeit, mir das Unternehmen vorzustellen.

 

Trotz des riesigen Sortiments an Werkzeugen, lag der Fokus des Messestandes, der auf gelungene Weise die Unternehmensfarbe Orange mit einer facettenreichen Holzoptik kombinierte, auf der Präsentation von Workwear. Unter dem Motto „Building the Future“, „Spezialize your work“ wurden neue Sicherheitsschuhe, die in Kooperation mit Michelin entstanden sind, und eine neue Denim Workwear Kollektion präsentiert. Die neuen Sicherheitsschuhe sind nach den Autorennstrecken K-Silverstone, K-Le Mans und K-Estoril benannt. Sie verbinden italienisches Design, das - danke partiell hellen Sohle - praktisch von „funktionsloser“ Streetwear nicht mehr zu unterscheiden ist. Alle Kapriol Modelle sind an ihrem stilisierten „K“ auf der Seite zu erkennen. Neu sind synthetische Stoffe, die als Deckmaterial verwendet werden. Insgesamt gibt es über 40 Modelle über alle Schutzklassen hinweg.

 

In den Workwear-Bereich ist das Unternehmen 1995 eingestiegen. Heute trägt dieser Bereich mit 60% Prozent zum Umsatz bei. Die Marke mit dem Hirsch im Logo wird besonders bei Jägern immer beliebter. Eine der Herausforderungen für die Zukunft: Arbeitskleidung, die auch bei heißeren Temperaturen, wie der Klimawandel sie uns beschert, einen ganzen Arbeitstag lang getragen werden kann, ohne zur Last zu werden. Kapriol hat, bedingt durch seine Wurzeln in Italien, schon immer auch leichte Arbeitskleidung hergestellt. In diesem Sektor will das Unternehmen sich verstärkt engagieren. Dabei geht das Unternehmen seinen eigenen Weg, ohne – wie es heißt – andere zu kopieren. Maßgeblich ist dabei das Kapriol Lab, in dem das Design und die Technik neuer Produkte zu 100% inhouse entwickelt wird. Auch die neue Workwear Jeans-Linie ist hier entwickelt worden. Im Lab entstehen auch die 3-D gedruckten Modelle der neuen Schuh-Kollektionen, bevor sie die Freigabe zur Produktion erhalten.

 

Andreas Kolli, der in den letzten drei Jahren mit seinen Kollegen für Kapriol den deutschsprachigen Markt entwickelt hat, zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Marke: „Das Team für den deutschsprachigen Bereich hat seit seiner Gründung 2016 einen rasanten Start hingelegt. Zuvor war die Marke auf dem deutschen Markt praktisch nicht präsent. Wir sind heute bei namhaften Einkaufskooperationen gelistet und bitte vom Verkaufsaufsteller über Shop in Shop Konzepte, bis hin zu reinen Kapriol-Shops die ganze Bandbreite einer Retail-Kooperation an.“ Dabei steht, laut Kolli, der Servicegedanke an erster Stelle. Die Retail-Lösungen werden für jeden Handelsstandort individuell, bis ins letzte Detail, von Kapriol für den jeweiligen Vertriebspartner entwickelt.

 

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